Die Gersprenz von der Quelle bis zur Mündung - befreit von Müll
Wie vieles beginnt auch dieser Herzenswunsch mit ausgedehnten Spaziergängen mit unseren Tieren entlang der Gersprenz. Stets begleitet uns dabei ein Gefühl der Verbundenheit und Dankbarkeit, dass Mensch und Tier sich an einem solch kleinen Naturwunder erfreuen dürfen.
Gleichzeitig besorgt es uns, wenn wir immer wieder Müll in Form von Plastik, Glasscherben und anderem Haushaltsmüll im Uferbereich und Flussbett entdecken - und das, obwohl auf kommunaler und Landesebene sowie von Naturschutzverbänden schon umfassende Renaturierungsmaßnahmen und Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität verwirklicht wurden.
Wir möchten mit unserem Herzens-Wunsch-Projekt dazu beitragen, dass sich die Menschen um die Sauberkeit des Baches kümmern und ihn als ein wertvolles Naturerbe schätzen, weil die Gersprenz nicht nur als Erholungs- und Erlebnisraum eine wichtige Rolle spielt, sondern eine große Vielfalt an einheimischen Tieren und Pflanzen beherbergt. Um diese Lebewesen vor Verletzungen durch Müll zu schützen, ist es uns ein Herzensanliegen, gemeinsam die Uferbereiche der Gersprenz von den Quell-Armen bis zum Eintritt in den Main von Müll zu befreien.
Hierzu möchten wir engagierte Menschen und ihre gemeinnützigen Vereine in den Ortschaften, Gemeinden und Landkreisen, durch die die Gersprenz fließt, einladen.
Ähnlich einem Staffellauf darf der Staffelstab im Rahmen regionaler Müllsammel-Aktionen wandern, damit möglichst viele Abschnitte der Gersprenz einbezogen sind.
Unser Stiftungsanliegen beinhaltet dabei selbstverständlich auch, Menschen mit Behinderung an diesen Sammel-Aktionen teilhaben zu lassen, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und die Verbundenheit zwischen den Menschen zu fördern. Dadurch nehmen Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben aktiv teil und leisten einen wertvollen Beitrag.
Wir sind davon überzeugt, dass durch gemeinsame Müllsammel-Aktionen ein besseres Verständnis dafür geweckt wird, wie wesentlich es ist, Müll zu vermeiden, ihn richtig zu entsorgen und die Umwelt zu schützen.
Unser Traum ist es, dass Müllsammel-Aktionen an weiteren Bächen und Flüssen verwirklicht werden, zum Beispiel bei den „Nachbar-Quellen“ Weschnitz, Marbach/Mümling und Modau.
Übrigens… stellen Sie sich vor, der Gersprenz-Mündungsabschnitt in Stockstadt wäre wiederum der Startpunkt für einen neuen Müllsammel-Staffellauf entlang des Mains…und des Rheins…
Warum so weitläufig denken und handeln?
Jedes Stück Müll, das arglos in die Landschaft geworfen wird, landet irgendwann - transportiert über Bäche und Flüsse - im Meer. Dort wird gerade Plastikmüll von Fluss- und Meeresbewohnern fatalerweise mit natürlicher Nahrung verwechselt und verschluckt. Die Tiere sterben qualvoll im Verlauf innerer Verletzungen und Entzündungen, an Darmverschluss oder sie verhungern mit plastikmüllvollen Mägen. Darüber hinaus zersetzt sich Plastik durch Reibung am Gewässergrund in Mikroplastik, und immer größere Mengen davon finden über die Nahrungsketten wieder Eingang in den natürlichen Kreislauf.
Der gesammelte Müll wird Wasserbewohner und Natur nicht mehr gefährden.
Wir werden bei der Planung gemeinsam darauf achten, dass die Aktionen in einem für die Tier- und Pflanzenwelt sinnvollen „Jahreszeit-Rahmen“ stattfinden.
Lassen Sie uns starten!
Gemeinsam können wir so viel erreichen.
Wir freuen uns auf Ihre Förderanträge!

Vergrößern
Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gersprenz#/media/Datei:Gersprenz_Main_catchment.png
Auf die folgenden bereichernden Informationen und Inspirationen möchten wir in diesem Zusammenhang verweisen: